Das aktuelle Programm jetzt hier als Download!
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Das Verständnis von Prävention und Heilkunde ist im Wandel. Immer weiter entwickelt sich
die Einsicht in fließende Übergänge zwischen Pädagogik und Therapie – man hat verstanden,
dass die Grenzen zwischen Gesundheit und Krankheit nicht eindeutig sind, sondern beide
Bereiche in einem Wechselspiel im Austausch stehen. Dies bietet Chancen für ein vernetzteres
Handeln und damit für mehr Lebensqualität. Diese gemeinsamen Strategien wirken an unterschiedlichen
Stellen. Mancherorts wird bereits dergestalt gearbeitet. Durch sinnvolle Aus- und
Weiterbildungen von Pädagogen, Therapeuten und anderen Fachkräften kann die Vernetzung
weiter verbessert werden. Ein Idealszenario wäre z. B.: durch gezielte mit therapeutischem
Wissen unterfütterte pädagogische (Früh-) Förderung werden Kinder und Jugendliche unterstützt
motorische Fähigkeiten zu verbessern, sozial zu interagieren, sich empathisch auf das
Gegenüber einzulassen, ihre kreativen Fähigkeiten zu entdecken und umzusetzen und vieles
mehr. Defizite können früh erkannt und im günstigsten Fall kann in der Regelumgebung soweit
damit umgegangen werden, dass soziale Veränderungen wie Sonderbeschulung oder
therapeutische Maßnahmen auf das notwendige Maß beschränkt werden. Sind sie aber nötig,
setzen diese auf eine solide Basis auf: Ihre Notwendigkeit wird früh erkannt, Betroffene
und Angehörige werden ohne Vorbehalte auf Möglichkeiten hingewiesen, Fachkräfte werden
zum rechten Zeitpunkt hinzugezogen, eine gute Dokumentation ermöglicht ihnen einen guten
Einstieg in den Fall. Neben physischen und psychischen Bedürfnissen steht hierbei auch das
Soziale im Mittelpunkt – ein grundlegender Aspekt, der in einer kulturell divers geprägten Gesellschaft
in jedem Fall berücksichtigt werden muss. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen
hier in der Regel gemeinsame Werte. Sind diese geschaffen, existiert eine wichtige Grundlage
für eine salutogene – also gesundheitsfördernde – Umgebung. Je nach Schwerpunkt und
Bedarf unterstützen Fachkräfte mit systemischer, interkultureller oder kreativer Fortbildung
präventiv oder therapeutisch die Entwicklung durch psychische Erfahrungsprozesse, während
körperorientierte Disziplinen die Prävention durch physisches Erleben fördern. Um dieses
Ideal zu erreichen, bedarf es noch einiger Arbeit und Fortbildung, aber der Weg ist grundsätzlich
eröffnet. Wir freuen uns sehr, dass immer mehr Kinderbetreuungseinrichtungen, Schulen,
soziale Einrichtungen, Kliniken u. v. m. diesem Bedarf Rechnung tragen, indem sie ihr Team
in der Fortbildung unterstützen oder neue Fachkräfte einstellen, die helfen den veränderten
Ansprüchen gerecht zu werden. Unser Leitungsteam berät Sie gern, was für Sie persönlich
oder Ihre Einrichtung das sinnvollste Angebot ist.
Ganz besonders freuen wir uns in diesem Herbst auf die Eröffnung unseres neuen Standorts
in Hamburg. Die vierte campus Naturalis Akademie erwartet Sie in wunderschönen großzügigen
Lofträumen auf einem liebevoll restaurierten denkmalgeschützten Gelände im nachhaltig
geprägten Hamburger Stadtteil Bahrenfeld. Der Standort ist sehr gut erreichbar und
bietet in unmittelbarer Umgebung viele einladende Möglichkeiten zur Pausengestaltung. Wir
bieten Ihnen dort die gewohnt individuelle und professionelle Beratung, die Ihnen hilft das
für Sie passende Angebot auszuwählen. Belegen können Sie – wie an allen Standorten – das
gesamte breite Spektrum unseres Weiterbildungsangebotes. Am 10. Oktober 2010 laden wir
Sie herzlich zur Eröffnung und zum Tag der offenen Tür ein.
Als weitere Neuerung bieten wir Ihnen an allen Standorten kleine Handapparate – kleine Präsenzbibliotheken,
die Sie während Sie bei uns sind nutzen können, um in Fachliteratur und
Fachjournalen zu lesen. Daneben bieten wir Ihnen einen Literaturservice an – sie können alle
Fachbücher zum Ladenpreis und versandkostenfrei bei uns beziehen und unterstützen mit
dem Gewinn zu 100 % den weiteren Ausbau unserer Präsenzliteraturbestände.
An allen Standorten haben Sie die Möglichkeit täglich unser telefonisches oder persönliches
Beratungsangebot zu nutzen und wir freuen auf ihren Besuch zu unseren Tagen er offenen
Tür im Herbst und Frühjahr.
Wir wünschen Ihnen nun viel Freude und Inspiration beim Lesen unseres Studienprogramms
Herbst/Winter 2010/2011.
Herzlichst Ihre
Alexandra Müller-Benz
(Leiterin campus Naturalis)
